Die Hanfpflanze: CBD und THC im Vergleich

Die Hanf- bzw. Cannabispflanze sorgt für zwiespältige Meinungen innerhalb der Bevölkerung. Manche heißen die medizinische Wirkung der Hanfpflanze für Gut, andere äußern sich besorgt über die berauschende Wirkung auf den Körper. Was viele nicht wissen ist, dass die Hanfpflanze tatsächlich auf vielfältige Art und Weise wirkt. Wir klären auf.

CBD und THC: Anwendung in der Medizin

Sowohl CBD als auch THC werden in der Medizin verwenden. THC ist ein psychoaktiver Stoff der Hanfpflanze, während CBD keinerlei berauschende Wirkung aufweist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass THC und CBD unterschiedliche molekulare Strukturen besitzen, die unterschiedlich mit den körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren interagieren.

In der Medizin sind beide Stoffe gängige Mittel – und das bereits seit Jahrhunderten. Während THC nur unter strengen Auflagen von Ärzten verschrieben wird, kann CBD von jedem Konsumenten frei im Handel erworben und somit auch für die Selbstmedikation genutzt werden. Dies wäre bei der Einnahme von THC undenkbar. Doch die Einnahme von Cannabis wirkt nicht nur gesundheitsschädigend auf den Körper, wie viele Menschen es behaupten. Andernfalls würde es ja nicht in der Medizin als Medikament vorkommen. In der Schulmedizin wird THC oftmals bei sehr starken Schmerzen als schmerzlinderndes Medikament verschrieben. Häufig kommt es daher bei Krebspatienten zum Einsatz. Doch auch bei Nervenkrankheiten ist THC ein gängiges Medikament.

CBD ist hingegen rezeptfrei erhältlich. Der Wirkstoff kann das Immunsystem fördern und wirkt antibakteriell, wodurch es von Ärzten gerne auch bei Entzündungen empfohlen wird. Doch auch Bluthochdruckpatienten oder Patienten, die unter starker Übelkeit leiden, können von CBD profitieren.

In der Selbstmedikation wird CBD am häufigsten gegen Stress und Schlafstörungen genutzt. Die beruhigende Wirkung von CBD wirkt sich nämlich förderlich auf diese Komponenten des Lebens aus.

Legale Einnahme

Nicht nur im medizinischen Bereich unterscheiden sich die Stoffe der Hanfpflanze, sondern auch vor dem Gesetz. Während CBD legal und frei im Handel erworben werden kann, ist der legale Erwerb von Cannabis bzw. THC abhängig vom Wohnort. Einige Staaten in den USA haben zum Beispiel Cannabis mittlerweile legalisiert – jedoch nur für Menschen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten. In Deutschland fällt THC noch immer unter das Betäubungsmittelgesetz und ist daher illegal.

Die einzige Ausnahme gilt im medizinischen Bereich bei akuten Schmerzen. So ist es legal, Cannabis oder THC-haltige Präparate einzunehmen, sofern es vom Arzt verschrieben wurde. Hier gilt aber ganz klar nur die Ration an Cannabis als legal, die auch tatsächlich verschrieben wurde. Darüberhinausgehende Dosierungen und Einnahmen bleiben weiterhin illegal.

Worauf ist bei der Einnahme zu achten?

Da CBD nicht berauschend wirkt, kann die Einnahme in der Regel ohne Bedenken erfolgen. Lediglich Menschen, die bereits Medikamente verschrieben bekommen, sollten vor der Einnahme noch einmal Rücksprache mit ihrem Arzt halten, damit es nicht zu Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten kommt. Aufgrund der harmlosen Wirkung von CBD kann es auch ohne Bedenken vor dem Autofahren eingenommen werden. Sie müssen also nicht aufpassen beim CBD Drogentest. CBD ist legal und somit auch keine Droge, die bei einem Drogentest aufzufinden ist.

Bei der Einnahme von THC dürfen Sie hingegen kein Auto mehr fahren. Und bei einem Drogentest würde die Substanz im Körper direkt auffallen. Dies hat nicht nur ein Strafgeld zur Folge, sondern ist sowohl für Sie als auch andere Teilnehmer im Straßenverkehr hochgefährlich. Sofern Sie also THC aus medizinischen Gründen einnehmen, ist die Teilnahme im Straßenverkehr strengstens verboten. Bei der illegalen Nutzung von THC folgt bei einem Drogentest sogar eine Strafanzeige, da Sie unerlaubte Substanzen konsumiert haben.

Während CBD somit unbedenklich ist und über viele Vorteile verfügt, ist die Einnahme von THC Akutpatienten vorbehalten. Nach der Einnahme von CBD sind Sie somit nicht nur sicherer unterwegs, sondern auch legal.