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Thomas Gordon’s Bestseller
Familienkonferenz, Lehrer-Schüler-Konferenz u.a. gehören seit langem zur Standardliteratur in der pädagogischen Psychologie. Sein Konzept ist aus der theoretischen Ausbildung wie aus der beruflichen Praxis von
Erzieher/inne/n und Lehrer/inne/n nicht mehr wegzudenken. Auch im Rahmen der heute angestrebten Erziehungspartnerschaften kommt der Anwendung des Gordon-Modells hohe Be- deutung zu.
Was ist Erziehungspartnerschaft, und was kann das Gordon-Konzept dazu leisten?
Der Begriff „Erziehungspartnerschaft“
rührt aus dem Verständnis, dass Eltern und Pädagogen zum Gelingen von Bildung und Erziehung aufeinander angewiesen sind. Denn Eltern sind die ersten und in den ersten Lebensjahren wichtigsten Erzieher und Lehrer
ihrer Kinder. Dies spiegelt sich in Untersuchungen wieder, die zeigen, dass die Lernbedingungen in der Familie in den meisten Fällen viel bedeutsamer sind als die in Kita und Schule.
"Erziehungspartnerschaft" bedeutet die Abkehr von der klassischen "Elternarbeit", die mitunter als "Bearbeitung der Eltern" verstanden wurde. Erziehungs"partnerschaft" meint
die Begegnung von Eltern und Erzieher/inne/n und Lehrer/inne/n auf gleicher Augenhöhe, eine Partnerschaft zwischen der Familie und den Institutionen zur Förderung der kindlichen Entwicklung.
Wenn Eltern die
Gewissheit haben, dass sie nicht verändert werden sollen, dass sie in ihren Bemühungen für ihr Kind wahrgenommen und akzeptiert werden und die "Partnerschaft" der Förderung des eigenen Kindes dient, dann
öffnen sich Türen, gerade auch zu den sonst "unerreichbaren/schwierigen" Eltern.
Begeben sich Kindergärten und Schulen auf den Weg der Partnerschaft, bedarf es nicht nur neuer Aktivitäten, sondern
vor allem einer partnerschaftlichen Haltung. Es bedarf der Fähigkeit, eine Partnerschaft aufzubauen, zu leben und zu erhalten. Dazu gehört, den anderen wahrzunehmen, ihn in seiner Andersartigkeit wertzuschätzen und
zu akzeptieren, gleichzeitig klar die eigenen Positionen und Bedürfnisse zu benennen und Konflikte so zu lösen, dass alle Beteiligten dabei gewinnen. Genau hier setzt das Gordon-Training mit den kommunikativen
Fertigkeiten, den Problem- und Konfliktlösungsmethoden, die es vermittelt, an. Erzieher/innen und Lehrer/innen können die Idee der Erziehungspartnerschaften gezielter und effizienter umsetzen, wenn sie sich
entsprechend weiterqualifizieren.
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