Tipps für das Zähneputzen mit Kindern

Das Zähneputzen gehört meist nicht zu den allerliebsten Beschäftigungen von Kindern und dennoch wissen Eltern über die Wichtigkeit dieser täglichen Routine Bescheid. Um schöne und gesunde Zähne zu haben, ist das Putzen bereits mit den ersten Zähnen notwendig. In diesem Alter übernehmen die Eltern diese Arbeit – werden die Kinder jedoch älter, möchten sie dies alleine tun. Auch in diesem Fall ist ein Nachputzen bei kleineren Kindern noch notwendig. Falls es Probleme beim Zahnputzritual gibt, machen Sie sich keinen Kopf. Das ist in vielen Fällen normal und kann mit ein paar Tipps vermieden werden.

Zeitiger Beginn mit der Mundhygiene ist essenziell

Eltern sollten mit dem Zähneputzen beim Nachwuchs nicht darauf warten, bis alle Zähne da sind. Sprießt der erste Zahn hervor, kann mit sogenannten Fingerlingen gearbeitet werden. Wenn das Kind dann älter ist und bereits mehrere Zähne hat, ist es gut, eine kleine Zahnbürste mit sehr weichen Borsten zu besorgen. Grundsätzlich raten Experten, dass spätestens mit zwei Jahren täglich Zähne geputzt werden muss. Der Vorteil ist, dass sich die Kinder an diese Routine gewöhnen und es dann in einem höheren Alter ganz normal ist. Zudem sorgen Eltern natürlich dafür, dass die Zähne sauber und gesund bleiben.

Muss auf eine spezielle Zahnpasta oder Zahnbürste geachtet werden?

Viele Zahnärzte betonen, dass der Einsatz einer sehr weichen Bürste notwendig ist, um das empfindliche Zahnfleisch nicht zu überbeanspruchen und den Zahnschmelz nicht anzugreifen.

Bei der Zahnpasta ist es wichtig, dass auf den Fluoridgehalt geachtet wird. Dieser sollte in den ersten Jahren nach Einschätzung der Experten bei 500 ppm liegen. Sobald die bleibenden Zähne wachsen, kann auf Zahnpasten mit einem Gehalt von 1000 ppm umgestiegen werden. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, komplett auf Fluorid zu verzichten. In diesem Fall ist es gut, die Situation mit dem Zahnarzt zu besprechen.

Was tun, wenn die Kids keine Lust auf das Zähneputzen haben?

Diese Tatsache ist nicht selten: Viele Kinder weigern sich, die Zähne zu putzen. Als Eltern sollte man darauf achten, dass die eigenen Kids verstehen, dass diese Routine bedeutsam ist, um schöne Zähne zu haben. Doch auch in diesem Bereich nützt es nichts, wenn Sie Ihre Kinder unter Druck setzen; vielmehr hilft es, wenn Sie mit einer sanften, spielerischen Art das Zähneputzen attraktiv machen.

Ein paar wertvolle Tipps:

  • Machen Sie mit Ihren Kindern ein Spiel daraus. Vielleicht hat Ihr Kind ein Lieblingskuscheltier. Das kleine Kind kann dem Kuscheltier fiktiv die Zähne putzen, während Sie dies bei Ihrem Kind tun.
  • Ein gutes Lied kann dafür sorgen, dass die Kinder dranbleiben und lange genug putzen. In der heutigen Zeit gibt es sogar tolle Apps auf dem Handy, mit denen das Putzerlebnis für Kinder schöner gestaltet werden kann. Doch auch das gemeinsame Singen kann helfen, mehr Motivation für diese eher langweilige Aufgabe zu haben.
  • Gemeinsame Rituale schaffen: Häufig müssen die Kinder die Zähne allein putzen oder sie sehen nicht, dass die Eltern sie auch putzen. Deshalb kann es hilfreich sein, daraus ein gemeinsames Familienritual zu machen. Die Kids nehmen dadurch wahr, dass auch die Eltern die Zähne putzen und stufen es deshalb als normal ein.
  • Gegenseitiges Putzen kann dafür sorgen, dass es zu einem spielerischen Abenteuer wird.
  • Auch kleine Geschenke können motivieren, die Zähne regelmäßig zu putzen. Sind die Kinder tierlieb, könnte die Anschaffung eines Aquariums Grund genug sein, mehr Lust auf das Zähneputzen zu bekommen.

Wie putzt man richtig?

Viele Erwachsene wissen nicht, wie die Zähne richtig geputzt werden. Ein Zahnarzt kann Ihnen weiterhelfen und Ihnen erklären, wie Sie sich selbst und Ihren Kindern die Zähne richtig reinigen.

Grundsätzlich gilt es, die Zahnbürste in einem 45° Winkel zur Zahnoberfläche (außen und innen) zu halten. Mit kreisförmigen Bewegungen werden alle Lebensmittelreste und Bakterien entfernt. Wichtig ist, dass immer Außen- und Innenseite sowie die Kaufläche geputzt werden.

Auch Ihre Kinder dürfen dies von Beginn an so lernen. Der Druck sollte leicht sein und die Dauer des Putzens liegt bei ca. zwei Minuten. Mit diesen Tipps können Sie die Wahrscheinlichkeit von Karies bei Ihren Kindern gering halten. Dennoch haben viele Eltern Angst, für die Behandlungen zu tief in die Tasche greifen zu müssen – besonders, wenn es in einem höheren Alter darum geht, eine kieferorthopädische Behandlung zu bezahlen. In diesem Fall können Sie sich zum Thema Zahnversicherungen einlesen. Diese helfen dabei, hohe Kosten zu vermeiden.