Warum Hüsteln nicht immer ein Zeichen von Verlegenheit sein muss

Die moderne Psychologie lehrt uns, alle Arten menschlichen Verhaltens zu deuten. Aus der Körperhaltung, der Mimik und Gestik eines Gesprächspartners können wir tatsächlich jede Menge Rückschlüsse darauf ziehen, wie sich unser Gegenüber gerade fühlt. Das geschulte Auge erkennt leicht, ob Zustimmung zu eigenen Thesen gegeben wird oder ob der Andere den eigenen Aussagen eher ablehnend gegenüber steht. Auch beim Flirten senden Menschen eine Menge Signale, die richtig gedeutet werden wollen.

Hüstelt Ihre Kollegin zum Beispiel nach dem Mittagessen regelmäßig, muss dies kein Ausdruck von Unsicherheit sein. Sie muss auch nicht in den Chef verliebt sein oder sich überlegen, wie sie eine Lüge verbal geschickt verpacken kann. Hinter ständigem Husten nach dem Essen kann eine ernsthafte Krankheit stecken: der Atemwegsreflux. Auf der Seite https://www.refluxgate.de/husten-nach-dem-essen präsentieren Experten die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung zum Umgang mit der Reflux-Erkrankung.

Was ist Reflux und wann treten die Symptome in der Regel auf?

Beim Reflux fließt nach dem Essen ein Teil der Nahrung wieder zurück in die Speiseröhre. Besonders störend an der Erkrankung ist für die Betroffenen, dass dieser Rückfluss, also Reflux, auch Stunden nach der letzten Mahlzeit auftreten kann. In diesem Fall kommt es neben dem schmerzhaften Sodbrennen zu einer nach Erbrochenem riechenden Ausdünstung aus dem Mund. Den an Reflux erkrankten Menschen ist dies meist peinlich, sie kauen häufig Kaugummi oder lutschen minzhaltige Bonbons, um den scharfen Geruch zu überdecken. Durch das Menthol und das Minzöl können sich die Beschwerden allerdings noch verschlimmern. Eine Reflux-Erkrankung sollte auf jeden Fall von einem fachkundigen Arzt abgeklärt werden.

Stiller Reflux betrifft die oberen Atemwege

Eine besondere Form der Reflux-Erkrankung ist der sogenannte „stille Reflux“. Bei dieser Variante steigt die Magensäure so weit auf, dass nicht nur die Speiseröhre in Mitleidenschaft gezogen wird, sondern ebenfalls die Luftröhre und somit die oberen Atemwege. In diesem Fall kommt es nach dem Essen neben Aufstoßen mit Sodbrennen ebenfalls vermehrt zu Hustenanfällen. Dabei muss unterschieden werden, ob es sich um eine Infektion nach einer Erkältung handelt, oder ob der Husten chronisch auftritt, also ständig wiederkehrt. Beim stillen Reflux sind weiterhin Gase beteiligt, die bei der Verdauung im Magen produziert werden. Bei gesunden Menschen können diese die natürliche Barriere des Magens nicht passieren. Bei an Reflux erkrankten Menschen gelangen diese aufsteigenden Aerosole aber ebenfalls bis teilweise tief in die Atemwege und lösen dort Reizungen aus, die zum Husten führen.

Reflux ohne Sodbrennen – Gibt es das auch?

Für den stillen Reflux ist ebenfalls typisch, dass nur Gase aus dem Magen aufsteigen, die Magensäure selbst aber nicht austritt. Dies ist besonders tückisch, da eine Diagnose dann meist nur schwierig ist und nicht immer auf das Essen zurückgeführt werden kann. Pepsine sind ebenfalls maßgeblich an der Verdauung beteiligt. Diese Enzyme finden sich bei vielen an Reflux Erkrankten im Bereich der Speiseröhre, des Kehlkopfes und im Rachenraum. Durch eine Kontrolle auf Pepsin kann der behandelnde Arzt die Symptome leichter einordnen und eine Refluxerkrankung besser erkennen, auch wenn kein Sodbrennen auftritt.

Was wirkt begünstigend auf das Auftreten eines Refluxes?

Betroffene müssen bei der Ernährung meist nach einem strengen Diätplan leben. Schon die kleinsten Abweichungen können zu Reizungen der Speiseröhre und der Atemwege führen, die meist mit starken Schmerzen einhergehen. Präventiv tragen viele Menschen, die unter einer Reflux-Erkrankung leiden, Kaiser Natron mit sich. Dies ist in der Apotheke, in der Drogerie und im Supermarkt als Pulver oder in Tablettenform erhältlich. Es kann in Wasser aufgelöst oder Speisen beigegeben werden und neutralisiert aufsteigende Magensäure zuverlässig. Gegen Pepsin oder Aerosole richtet Natron allerdings nur wenig aus, da die Flüssigkeit nicht an die Gase und Enzyme anheften kann.

In allen Fällen von Reflux-Erkrankungen ist von den Betroffenen berichtet worden, dass sich die Aufnahme von zu säurehaltigen Lebensmitteln nachteilig auf die Erkrankung auswirkt. Werden viele Fruchtsäfte getrunken oder kohlensäurehaltige Getränke, kommt es vermehrt zu Beschwerden im Hals und Rachenbereich. Auch bei Obst sollten Reflux-Erkrankte vorsichtig sein und sich vorab genau informieren, welche Obstsorten für eine Ernährung bei Reflux geeignet sind.

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